In den ersten Minuten nach unserer Ankunft konnten wir uns untereinander unterhalten und die Gelegenheit nutzen, um uns unter den Mentees kennenzulernen. Anschliessend gab uns eine Mitarbeiterin des CSEM eine kurze Präsentation über das Zentrum. Sie erklärte uns, worum es beim CSEM geht, welche Innovationen dort entwickelt wurden und mit wem sie zusammenarbeiten (z. B. mit der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation).
Nach dieser Präsentation begaben wir uns zum Observatorium des CSEM, wo wir mit einer Spezialistin für Luft- und Raumfahrt sprechen konnten. Sie zeigte uns verschiedene Teile, die in Satelliten zu finden sind. Es gab Teile aus Metall oder Kunststoff, die mit verschiedenen 3D-Druckern hergestellt worden waren. Die meisten dieser Objekte hatten Kunststoff- oder Metallklingen, die sich spannten oder entspannten, wenn man einen bestimmten Mechanismus bewegte, wodurch Wellen erzeugt wurden, um aus dem Weltraum zu kommunizieren und bestimmte Teile an Satelliten oder Objekten im Weltraum anzubringen. Eines dieser Objekte war übrigens so faszinierend und stressabbauend (wie ein Handspinner), dass uns nur unsere starke Willenskraft davon abhielt, es zu stehlen und damit ein Geschäft aufzubauen...
Anschliessend wurde uns erklärt, wie das CSEM zum Lieferanten der genauen Uhrzeit in der Schweiz wurde. Man erzählte uns, wie man dank der Rotation der Erde und dem Durchlaufen der Sterne über die Meridiane (und zu viel Mathematik) die genaue Uhrzeit ermitteln und so die ganze Schweiz in derselben Zeitachse vereinen konnte. Uns wurde auch erklärt, wie man dank des Übergangs zwischen verschiedenen Zuständen der Elektronen (Atome feiern ihr Comeback!) ebenfalls die genaue Uhrzeit bestimmen kann, und zwar viel genauer als mit der Erdrotation, nämlich mit einer sogenannten Atomuhr!
Danach entdeckten wir die Technologien der Gravitationswellen, die von bestimmten Objekten ausgesendet werden, sprachen mit einer Forscherin auf diesem Gebiet (die mit der NASA zusammenarbeitet!) und konnten das Konzept dieser Wellen besser verstehen. Gravitationswellen sind Wellen in der Raumzeit, die durch extrem heftige astrophysikalische Ereignisse wie die Kollision von Schwarzen Löchern oder Neutronensternen verursacht werden. Sie wurden 1915 von Albert Einstein in seiner allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt und 2015 erstmals vom LIGO-Interferometer nachgewiesen. Das CESM arbeitet (zusammen mit der NASA) an einem Laser, der noch präziser sein könnte. Aber warum jahrelang an einem Laser herumtüfteln? Eine Operation mit einem Namen, der ein eher symbolisches Lächeln hervorruft? (Mona Lisa. Ich empfehle Ihnen das gleichnamige Lied von Nat King Cole ;)
Hier ist das Objekt mit den Klingen, von denen wir so begeistert waren.
Ein Interferometer ist ein Gerät, das mithilfe von Lasern winzige Veränderungen im Abstand zwischen zwei Punkten misst. Im Fall von Detektoren wie LIGO:
Nachdem wir das Observatorium des CSEM besichtigt hatten, kehrten wir zu dem Ort zurück, an dem wir zu Beginn die Präsentation gehört hatten. Während unseres kurzen Ausflugs zum Observatorium hatten sie die Zeit genutzt, um zwei neue Workshops einzurichten, in denen uns die Künstliche Intelligenz (oder KI) vorgestellt wurde.
Im ersten dieser Workshops trafen wir eine Dame, die nach neuen Materialien forschte, die als Ersatz für die in Alltagsprodukten verwendeten Materialien dienen könnten, wobei sie darauf achtete, dass diese biologisch abbaubar sind. Nachdem sie uns ihre Prototypen gezeigt hatte, liess sie uns ein sehr interessantes und vor allem sehr lustiges Spiel spielen. Das Prinzip war einfach: Es gab eine kleine Figur, die wir über Ziegelsteine bewegen mussten, aber das Interessanteste daran war, wie wir sie bewegen mussten: indem wir lächelten oder wütend waren. Auf der Konsole befand sich eine Kamera, die unser Gesicht beobachtete und dank KI unsere Emotionen erkennen konnte.
Und schliesslich stellte uns im zweiten Workshop eine Dame die Technologie vor, die im medizinischen Bereich eingesetzt wird. Wir konnten Uhren, Sensoren usw. entdecken. All dies diente dazu, Gehirnwellen, Blutdruck oder Herzschlag zu messen, um festzustellen, ob eine Person an einer Herz-, Gehirn- oder anderen Erkrankung leidet. Um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Eines der Geräte zur Berechnung der BPM (Schläge pro Minute) war übrigens so seltsam, dass wir dachten, die Person, die es getestet hat, würde sterben, vergiftet werden und explodieren.
Nach all diesen wunderbaren Entdeckungen konnten wir endlich zum interessantesten Moment des Tages übergehen: dem Nachmittagssnack! Mit zwei Kuchen (einem Apfelkuchen und einem Haselnusskuchen) auf der Speisekarte haben wir uns nach den Anstrengungen des Tages (das Observatorium war doch ziemlich weit von dem Raum entfernt, in dem wir uns befanden) richtig verwöhnt. Wir nahmen uns also Zeit, um uns zu unterhalten und über alles zu sprechen, was wir im Laufe des Tages entdeckt hatten, während einige von uns bereits aufbrachen.
Das war's! Es war ein fantastischer Tag im CSEM, voller Überraschungen und Spass!
Vielen Dank an alle, die uns den ganzen Tag begleitet und uns die wunderbare Welt des CSEM nähergebracht haben. Es war eine grosse Freude, dabei zu sein, und vor allem vielen Dank an Beyza für das unglaubliche Video über das Spiel mit der KI.
Hier ist eine Playlist, die diesen Tag illustriert:
https://open.spotify.com/ playlist/4ZL0qwksRxoydZlGKVS7tQ?si=9u7KF2KIRPC4JlQ3tdredA
Beyza und Mariama